Mistras

Kaiserliche Pracht

Im Jahre 1989 wurde Mistras von der UNESCO in die Liste der Denkmäler des Weltkulturerbes aufgenommen. Damit erkannte sie ein Denkmal an, welches eine kaiserliche Vergangenheit und einen außergewöhnlichen historischen Wert aufweist und in aller Welt bekannt ist.

Gottfried der II. von Villehardouin machte Mistras zum Zentrum der byzantinischen Eroberungen, deren prächtiger historischer Weg nach sechs dramatischen Jahrhunderten endete. Im Jahre 1249 hatte der fränkische Fürst auf dem Hügel Mizithra die gleichnamige Burg gebaut, welche er kurz danach zu einer einzigartigen Festungsstadt und zu einer der bedeutensten Städte der spätbyzantinischen Zeit machte. Innerhalb von zwei Jahrhunderten und nachdem sie 1259 dem Byzantinischen Reich zufiel, wechselte sie zwischen den Dynastien von Kantakouzenos und Palaiologen ihren Besitzer und wurde das Zentrum des „Despotats von Morea“.

Als Mistras ihren Höhepunkt im 15. Jahrhundert erreichte wurde sie zur Wiege der Renaissance, in der sie Philosophen, wie den neuplatonischen Philosophen Georgios Gemisthios Plethon beheimatete, der eine philosophische Schule gründete und damit ein Zeichen für die nachfolgenden Generationen setzte.

Die Unterteilung der Festungsstadt in drei Zonen Ano Chora, Kato Chora, Ekso Chora (Ober-, Unter- und Außerstadt) gibt den Besuchern die Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen sowie die Architektur, die Kunst und die Wandmalereien berühmter Künstler zu bewundern.
In Ano Chora (Oberstadt) wird Ihr Blick auf den Palast des Despotats, der vom 13. bis zum 15. Jahrhundert gebaut wurde sowie auf die etwas höher gelegene Kirche der Agia Sofia, eine der Kapellen des Palasts, gelenkt. In Kato Chora (Unterstadt) thront die Kirche des Agios Dimitrios, in der man bei dem Gedanken, dass in der Mitte dieser Kirche, die eine Kombination aus einer dreischiffigen Basilika und einer Kreuzkuppelkirche mit 5 Kuppeln ist, Konstantinos der XI. Palaiologos am 6. Januar 1449 zum letzten Kaiser von Byzanz gekrönt wurde, erschaudert. Dies war kurz bevor er heroisch kämpfend in der Schlacht um Konstantinopel am 29. Mai 1453 fiel.

Zu der langen Liste mit xxx Kirchen zählen darüber hinaus auch die Kirchen Agioi Theodoroi, Maria Odigitria (Afentiko), Evangelistria, die Pantanassa mit ihren aufwendigen Ausschmückungen sowie die Agio Ioanni ton Boubalon. Hier können Sie Ihren Durst am Brunnen, den die Pilger vergangener Zeiten errichtet haben, löschen. Auch die Kirchen Agia Barbara und Agios Georgio sind zu erwähnen. Im Kloster von Zoodochos Pigi im Ort Taigeti befindet sich in wunderschöner Umgebung ein Campingplatz für Kinder, der von den Städten Monemvasias und Spartas gebaut wurde.

Wenn Sie den höchsten Punkt der Festungsstadt erreichen, sind Sie auf der Höhe der fränkischen Burg, von der Sie einen Blick auf das Tal der Lakedaimon sowie den Schatten des ewigen Berges Taygetos haben. Falls Sie gern wandern, genießen Sie die Wanderwege entlang der steingepflasterten Pfade, die sich von Parori, Tripi über andere Stadtteile von Mistras erstrecken und Sie außerdem zu den Gipfel des Taygetos-Gebirges führen.

Vergessen Sie nicht, das Museum der Archäologischen Stätte von Mistras zu besuchen, das vielfältige Sammlungen von Reliefs, Manuskripten und Schmuckstücken beherbergt. In Neo Mistra finden Sie Souvenirs und können sich in einem Gasthaus oder Hotel ausruhen.
In kultureller Hinsicht ist auf die jährlich organisierten Veranstaltungen hinzuweisen. Dabei ist insbesondere auf die Palaiologeia, die jedes Jahr zu Ehren des letzten Kaisers stattfindet, hinzuweisen.

Die kaiserliche Pracht von Mistras wird auch demjenigen imponieren, der glaubt, bereits alles gesehen zu haben.

 

 

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